Jubiäumskalender 2014 - 1250-Jahrfeier der Benediktinerabtei Ottobeuren
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Klosterinnenhof in der Abtei Ottobeuren

Nachdem das Kloster Ottobeuren 764 gestiftet (fundatio) und ausgestattet war (dotatio), bestätigte König Karl der Große 769 dem Kloster das Privileg des königlichen Schutzes, der freien Abtwahl, der Zollfreiheit und der freien Vogtwahl (confirmatio). Um das Jahr 830 zählte der Konvent etwa 22 Mönche, im Laufe des 9. Jahrhunderts wuchs er auf über 100 Mitglieder stark an. Bischof Ulrich von Augsburg, der in schwieriger Zeit in der Abtei Ottobeuren die äbtlichen Aufgaben 972/973 kurzzeitig übernahm, führte das Kloster zu einer ersten Blüte und erwirkte ihm die Reichsunmittelbarkeit von Kaiser Otto dem Großen (exemptio).

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Nachdem die Vogteirechte der Klosterherrschaft über Jahrhunderte in auswärtigen Händen lagen, löste Abt Rupert Ness sie 1710 vom Augsburger Bischof ab und stellte damit die volle Reichsunmittelbarkeit wieder her. Vor diesem Hintergrund erklärt sich die große, in ihren Funktionen dreigeteilte barocke Klosteranlage von Ottobeuren (Benediktinerkonvent – Residenz des Reichsabtes – Reichsstiftischer Hof), die Abt Rupert Ness (1710-1740), Abt Anselm Erb (1740-1767) und Abt Honorat Goehl (1767-1802) 1711-1766 gebaut und ausgestattet haben.

Bis zum 1. Dezember 1802, dem Tag der Säkularisierung des Klosters durch den bayerischen Kurfürsten Max Joseph, an dem er sich die Grundherrschaft, die Gebäude und das Vermögen des Klosters aneignete, waren die 51 Äbte des Klosters nicht nur Klostervorsteher und geistliche Väter ihres Mönchskonvents im Sinne des heiligen Benedikt von Nursia, sondern auch weltliche Herrscher in ihrem kleinen, historisch gewachsenen und sich immer wieder einmal verändernden Territorium, die nach ihrer Wahl zum Abt durch den Konvent der kaiserlichen Bestätigung und der Übertragung der Grundherrschaft als kaiserliches Lehen bedurften. Ottobeuren war seit seiner Gründung neben anderen Klöstern (und später den Städten) mit sich abwechselnden Phasen der Blüte und des Niedergangs ein religiöser, kultureller, bildungsfördernder, wirtschaftlicher und politischer Mittelpunkt im Raum zwischen östlicher Günz und Iller. Aus solchem Auftrag und dieser Verantwortung der Mönche für das Land und seine Menschen ergab sich eine Verbundenheit zwischen Kloster und Bevölkerung (Frater Tobias Heim OSB).

Das benediktinische Gotteslob in Ottobeuren ist nie verstummt, auch nicht nach der Säkularisation von 1802. Ein Teil der Mönche verblieb im aufgelösten Kloster, das 1834 als Priorat von St. Stephan in Augsburg wiedererrichtet und 1918 wieder zur Abtei erhoben wurde. So schaut der Konvent der Benediktinermönche dankbar auf sein ununterbrochenes Erbe zurück. Es geht uns heutigen Mönchen im Blick auf das Jubiläum nicht so sehr um den Aspekt der Traditionsbewahrung, sondern im Blick auf die Zukunft um ein Jahr der geistlichen Erneuerung im Konvent und des Bekanntmachens unserer christlichen Lebensform.


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Weitere Informationen zur katholischen Kirche, Basilika & Abtei in Markt Ottobeuren finden Sie unter:
www.abtei-ottobeuren.de
| Kirchen und Kloster - Markt Ottobeuren | www.pfarrei-ottobeuren.de | www.amb-krankenpflege-ottobeuren.de
www.vereinigung-ottobeuren.de (Vereinigung der Freunde der Benediktinerabtei Ottobeuren e.V.)

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